Mit dem Autofs-Dienst können Dateisysteme automatisch bei Bedarf eingehängt und nach einer gewissen Zeit der Nichtbenutzung (Leerlaufzeit)*1 ausgehängt werden. Je Verzeichnis (als sog. Mountpoint) das vorhanden sein muss, wird in der Datei /etc/auto.master eine Datei angegeben. In dieser Datei wird spezifiziert welche Mountvorgänge im Bedarfsfall (= Zugriff auf ein Verzeichnis unterhalb des "Mountpointverzeichnesses) durchgeführt werden. Diese Verzeichnisse werden "virtuell" beim Mountvorgang nach Bedarf angelegt und beim Aushäängen gelöscht. Beim Mountvorgang werden angegebene Optionen berücksichtigt. Es sind die Optionen wie bei einem manuellem Mountvorgang möglich*2.
Beispiel:
auto.master:
# $Id: auto.master,v 1.1 2001/04/17 11:43:02 arvin Exp arvin $
# Sample auto.master file
# Format of this file:
# mountpoint map options
# Also see variable AUTOFS_OPTIONS in /etc/sysconfig/autofs
# For details of the format look at autofs(8).
#/net /etc/auto.net
/media /etc/auto.media
/home /etc/auto.home
Hier werden für die Verzeichnisse /media und /home spezielle Dateien angegeben.
auto.media:
# $Id: auto.misc,v 1.1 2001/04/17 11:43:02 arvin Exp arvin $
# This is an automounter map and it has the following format
# key [ -mount-options-separated-by-comma ] location
# Details may be found in the autofs(5) manpage
#cdrom -fstype=auto,ro :/dev/cdrom
#floppy -fstype=auto,sync :/dev/fd0
server -fstype=nfs server.local:/export
fileshare -fstype=smbfs //newcomer/fileshare
daten -fstype=nfs,rsize=8192,wsize=8192 siedler:/daten
#was wie von_wo
Hier werden fü die "virtuellen" Mountpoints cdrom,floppy und daten in dem Verzeichnis /media angegeben was mit welchen Optionen gemountet werden soll. Wird nun z.B. ein ls /net/daten ausgeführt so wird der virtuelle Mountpoint daten erzeugt und an diesen mit dem Dateisystem nfs die Freigabe /daten des Rechners siedler mit der Option Lese- und Schreibblockgrösse 8kb eingehängt.
Eine der elegantesten Arten autofs anzuwenden:
Hierbei wird auf dem Client im Verzeichnis /home (muss existieren) ein "virtueller" Mountpoint mit dem Namen des Benutzers angelegt und das Verzeichnis des/r Benutzer(s) eingehängt (mehrere zugleich m�lich):
auto.home:
# $Id: auto.misc,v 1.1 2001/04/17 11:43:02 arvin Exp arvin $
# This is an automounter map and it has the following format
# key [ -mount-options-separated-by-comma ] location
# Details may be found in the autofs(5) manpage
* -fstype=nfs siedler:/home/&
Auf dem Server muss in /etc/exports das Verzeichnis /home freigegeben sein.
Dateien wie auto.home, auto.net etc. können über den NIS-Dienst verteilt werden. Hierzu sind, neben den sonstigen Voraussetzungen, in der Datei /var/yp/Makefile die entsprechenden Dateien mit aufzunehmen bzw. das Kommentarzeichen zu entfernen und in der Datei /etc/nsswitch.conf muss die Zeile
automount : files, nis
vorhanden sein.
*1 Die Leerlaufzeit wird durch die Angabe von AUTOFS_OPTIONS="-t 1" (z.B. fr 1 sec) in der Datei /etc/sysconfig/autofs eingestellt.
*2
Mögliche Optionen siehe man-page zum Befehl mount.