Tipps, Tricks, Arbeitshilfen etc.Eine Datei gehört immer demjenigen, der die Datei anlegt. Sofern daher nicht als default in den Einstellungen des tar-Programms festgelegt, werden die Dateien mit dem Entpacker als Eigentümer angelegt.*1 Um die orginalen Rechte zu erhalten sollte die Option -p oder --same-permissions angegeben werden.
tar xvzpf backup.tar
Um Umlaute etc. im Dateinamen von einem Windowsclient richtig dargestellt zu bekommen, sollte folgendes in die Global-section der smb.conf aufgenommen werden.
character set= ISO8859-15
client codepage = 850
Jede (physikalische) Netzwerkkarte tr�gt einen Namen. Bei Ethernet z.B. eth0 für die erste Karte, eth1 für die zweite Karte, usw.
Um weitere (symbolische) Netzwerkkarten zu erstellen werden diese mit dem Namen und einer durch Doppelpunkt getrennten Nummerierung bezeichnet: z.B. eth0:1.
Die Zuweisung der IP-Adresse kann nun entweder mittels ipconfig erfolgen:
ipconfig eth0:1 192.168.101.22 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.101.255
oder aber durch eine Datei ifcfg-eth0:1 im Verzeichnis /etc/sysconfig/network:
BOOTPROTO='static'
BROADCAST='192.168.101.255'
IPADDR='192.168.101.22'
NETMASK='255.255.255.0'
NETWORK='192.168.101.0'
REMOTE_IPADDR=''
STARTMODE='onboot'
UNIQUE=''
WIRELESS='no'
Manchmal will man die Manualseiten "schwarz auf weiss" besitzen, d.h. ausdrucken oder auch weiterverarbeiten. Die Manualseiten befinden sich �blicherweise unterhalb von /usr/share/man in komprimierter Form und einem speziellem Format der Darstellung.
Um nun diese Seiten lesbar zu machen, benötigt man das Programm zcat. Dieses zeigt mit gzip komprimierte Dateien an. Die Ausgabe von zcat kann nun als Eingabe von groff (einem Textformatierprogramm) verwendet werden. Dieses Programm kann die Ausgabe im reinen ASCII-Format aber auch als Postscript- oder HTML- oder DVI-Datei darstellen.
Beispiel:
zcat /usr/share/man/man1/ls.1.gz | groff -Thtml -mandoc > ls.html
..erstellt eine Datei namens ls.html mit der Manpage zum Befehls ls.
Alternativ kann auch der spezielle Befehl rman verwendet werden.
Beispiel:
zcat /usr/share/man/man1/ls.1.gz | rman -f rtf > ls.rtf
erstellt eine rtf Datei mit der Manpage zum Befehl ls.
Um sich von der Textkonsole mit dem graphischen Login (genauer: dem dortigen xdm-Dienst) zu verbinden:
X -query rechnername angabe des eigenen Displays
z.B.X -query merlin :1.
X = Aufruf des X-Servers
-query = Verbindung mit fernen Rechner
merlin = Name des fernen Rechners
:1 = nur notwendig wenn bereits ein lokaler X-Server l�uft
Um allen Machinen einen chooser anzubieten, und die Rechner merlin, aldebaran, hermes, anbieten ist in der Datei /usr/X11R6/lib/X11/xdm/Xaccess folgender Eintrag zu machen:
* CHOOSER merlin aldebaran hermes
Um Dateien etc. verschlüsselt und komprimiert auf ferne Rechner zu übertragen, eignet sich ssh sehr gut:
tar -cz | ssh user@remote_rechner tar -xz
Achtung! Wenn man die bei SuSE mitgelieferte Beispieldatei smb.conf an eigene Zwecke anpasst übersieht man leicht, dass die Option security = [server|user|share] nicht gesetzt ist.
Cups "hört" auf dem Port 631. Sollte die o.g. Meldung beim Starten des Druckdienstes erscheinen, "hört" ein anderer Prozess auf diesem Port. Meist ist das der rpc.rquotad. Abhilfe: Diesen Dienst abschalten oder die Reihenfolge der Dienste beim Starten ändern (siehe Thema Runlevel).
Dem Boot-Prozess mitteile, daß keine Festplatte (dev/hdxY) vorhanden ist kann
man folgende Angabe bei den Bootoptionen (in der Konfigurationsdatei des Bootloaders
oder als Option beim Booten)
hdx=noprobe
oder mit
hdx=none.
In der Datei /etc/securetty können die Terminals, an welchem root sich anmelden darf angegeben werden.
Die Länge der Benutzernamen wird in /etc/login.defs festgelegt.
Die Angabe von
character set = ISO8859-1
client code page = 850
hilft unter Samba 2.x. Ab Samba 3 sollte man die Unicode-Unterstützung anwenden.
Beim Anlegen des Benutzers wird u.a. gem. der Vorlage /etc/skel ein Verzeichnis public_html im Homeverzeichnis der Benutzer erstellt. Dieses Verzeichnis kann von einem Webserver als persönliches Verzeichnis (http://webserver.tld/~~benutzername) freigegeben werden. Aber auch KDE bietet die Möglichkeit dieses Verzeichnis mittels http-Protokoll freizugeben. Hierzu ist über Kontrolleiste - Hinzufügen - Miniprogramm - Öffentlicher Dateiserver das Verzeichnis freizugeben. Es kann dann unter http://Rechnername:8001 aufgerufen werden.
Wer Bedenken hat dass im Speicher abgelegte vertrauliche Daten auf der Swap-Partiton landen und diese (z.B. bei einem Laptop) ausgelesen werden, kann auch diese Partition verschlüsseln. Da die Swap-Partition bei jedem Neustart neu beschrieben wird muss das Passwort nicht festgelegt werden sondern kann immer wieder neu als Zufallswert erzeugt werden.
Das nachfolgende Beispielsskript stammt von Stefan Karmann. (Aus der c't 2005, Heft 11, Seite 13)
#! /bin/sh
set -e || exit 111
modprobe dm_crypt
crptsetup -c blowfish -s 64 -d /dev/random create swap0 /dev/hdaX
mkswap /dev/mapper/swap0
swapon /dev/mapper/swap0
Zum Übertragen von Dateien oder auch ganzen Partitionen über Netz eignet sich die "Netzversion" von cat. Auf dem sendenden Rechner wird mit z.B. mit dd eine Partiton ausgelesen und diese Ausgabe mit
netcat rechner port
versandt. Auf dem empfangendem Rechner wird diese Ausgabe mitnetcat -l -p port > dateiname
in eine Datei geschrieben.Beispiel
rechner2:/test # netcat -l -p 2005 > image.dat
rechner1:/test # dd if=/dev/hdb2 | netcat rechner2 2005
Die Oberfläche kde legt ihre Daten in einem versteckten Verzeichnis im Homeverzeichnis ab. Arbeitet man nun mit verschiedenen Versionen von KDE (zum Test oder aber auch wenn
$HOME mit nfs gemountet ist und die KDE-Version je nach Arbeitsstation variert) kann es sein daß sich diese in die Quere kommen. In diesem Fall kann man mit der Umgebungsvariable $KDEHOME für jede Version ein eigenes Verzeichnis verwenden. Die Zuweisung könnte z.b. in /etc/profile oder $HOME/.profile erfolgen. Möglich ist so auch eine lokale Ablage dieser Dateien auf dem jeweiligem Rechner.
Um Rechte in einem Verzeichnisbaum nur für die Ordner zu ändern bei "find" auf den Typ "Ordner" abfragen:
find ORDNERNAME -type d -print0 | xargs -r -0 chmod u+x
setzt alle Ordner auf "ausführbar"
Ab einer gewissen Anzahl von Fehlern wird bei der Mountoption errors=remount-ro (=default in /etc/fstab!) der Kernel die Partition in den Nur-Lesen-Modus vesetzen.
Bei gzip (welches auch beim tar-Aufruf mittels -z verwendet wird, gibt es eine Option (-v) welche die Komprimierung in Prozent angibt:
mrtguser@b1amsdn2:/tmp> gzip -v j.test
j.test: 90.1% -- replaced with j.test.gz
Leider kann die beim Aufruf über tar nicht direkt angewandt werden. Allerdings kann man durch das Setzen einer Umgebungsvariable "GZIP" Optionen für alle gzip-Aufrufe (auch die von tar ausgelösten) vorgegeben. Diese gelten dann immer, ausser beim konkretem Aufruf wird was anderes angegeben.
Beispiel:
user@testsrv2:/tmp> export GZIP="-v"
user@testsrv2:/tmp> tar -cvzf neu.test datei.test
j.test
90.2%
user@testsrv2:/tmp> ll *.test
-rw-r--r-- 1 user users 1028883 2007-09-10 13:42 datei.test
-rw-r--r-- 1 user users 101354 2007-09-10 14:02 neu.test
Die erzeugte Datei ist also um 90% kleiner.
*1 Bei manchen tar-Versionen köen Default-Optionen in der Umgebungsvariable "TAR_OPTIONS" vorgegeben werden.